Brombeersaft BiB

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Brombeersaft BiB

Beitragvon 420 » 29 April 2017 22:17

Was mache ich, wenn ich dieses Jahr wieder 150 kg gefrorene Brombeeren geschenkt bekomme? Brombeerwein habe ich noch genügend. Den muss ich noch Filtern und in Flaschen füllen. Und der Wein sollte sicherlich für einige Jahre reichen.

Saft wäre die Alternative. Meine gedachte Vorgehensweise wäre:
- Brombeeren auftauen (ohne Antigel, da die Früchte durch den Frost gut vorbehandelt sind)
- mit der Schleudermühle musen
- mit der Schleuder pressen
- Trester pro Schleudergang ggf. noch mit 5 Liter dest. Wasser verdünnen und noch mal Schleudern
- erhitzen und in BiB abfüllen

Vorteil:
- Mengenbewältigung wäre recht gut zu realisieren
- wenn man später doch noch Wein machen will, würde es auch noch gehen
- weniger Platzbedarf
- nicht immer Alkohol

Frage dazu, die ich mir stelle:
- Wäre es sinnvoll den Saft auf Trinkstärke mit dest. Wasser einzustellen? Wenn ja, wäre sicherlich eine Verdünnung von ca. 1:2,5 nötig, damit man so ca. 8-9 g Säure pro Liter erhält. Nur dann müsste ich sicherlich bei 150 kg Brombeeren ca. 250 bis 300 Liter Wasser mit erhitzen.

Hat es schon jemand mal gemacht und kann aus Erfahrung sprechen? Im Netz findet man dazu nichts Vernünftiges. Häufig kommt nur der Dampfentsafter zum Einsatz.

VG und schon mal Danke für die Tipps
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Re: Brombeersaft BiB

Beitragvon Igzorn » 29 April 2017 23:07

Klingt so als müsstest Du Dir eine Saftspirale kaufen. Brombeerwein bis zum Lebensende... Das sind Mal echte Probleme. 8-!
Ist das Trinkgefäß erst leer, macht es keine Freude mehr.

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Re: Brombeersaft BiB

Beitragvon Bahnwein » 30 April 2017 09:19

Ich würde nicht verdünnen vor der Abfüllung. Zum einen bräuchtest du viel mehr Verpackungsmaterial, mehr Lagerfläche, müsstest mehr erhitzen, zum anderen kann sich später jeder nach eigenem Geschmack verdünnen, eventuell auch mit Kohlensäure haltigem Wasser.

So habe ich es auch einmal mit meinen Johannisbeeren gemacht und würde es auch wieder tun.

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Re: Brombeersaft BiB

Beitragvon 420 » 30 April 2017 10:11

Igzorn hat geschrieben: Klingt so als müsstest Du Dir eine Saftspirale kaufen.
Bin gerade am Schauen, dass ich mir einen 70 Liter Edelstahltopf kaufe, damit der Saft dann über einen 10 KW Kaskocher erhitzt wird. Der Topf soll dann noch mit einem Edelstahlhahn versehen werden. Das wäre die kostengünstige Alternative gegenüber einer Mostspirale - so meine Denke.

Igzorn hat geschrieben:Brombeerwein bis zum Lebensende... Das sind Mal echte Probleme. 8-!

Ja, das sind echt Probleme. Will doch noch andere Weine trinken. :D Obwohl Brombeerewein mit Eiswürfeln im Sommer ist echt lecker.

@ Bahnwein

Geanu das waren meine Überlegungen. Weniger Energieaufwand, weniger Bag in Box Beutel, weniger Lagerfläche und variable bei der Trinkstärke. So glaube ich, dass wir es so machen.

Nur noch die Frage, ob Antigel überhaupt noch nötig ist, da ja die Beeren gefroeren waren. Mit etwas dest. Wasser den Trester vermengen und noch einmal schleudern, wird wohl nicht verkehrt sein.

VG und Danke
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Re: Brombeersaft BiB

Beitragvon Bahnwein » 30 April 2017 13:05

420 hat geschrieben:Nur noch die Frage, ob Antigel überhaupt noch nötig ist, da ja die Beeren gefroeren waren. Mit etwas dest. Wasser den Trester vermengen und noch einmal schleudern, wird wohl nicht verkehrt sein.

VG und Danke


Habe den Trester meiner Johannisbeeren damals auch noch mal mit Wasser angereichert und ein zweites Mal abgepresst. Ich habe allerdings Leitungswasser genommen. Hat gut geklappt. Antigel kam damals bei mir nicht zum Einsatz.

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Re: Brombeersaft BiB

Beitragvon Fruchtwasser » 02 Mai 2017 06:46

Hallo 420,

hoffentlich kannst Du einmal eingefrorene Beeren pressen!
Beim Einfrieren werden doch bestimmt die Zellwände zerstört. Wenn dann Druck ausgeübt wird, hat man eine richtig breiige Masse.
Bei Äpfeln ist es so, dass ich eine gewisse Struktur brauche, damit der Saft abfließen kann.
Gemerkt habe ich das bei überreifen Birnen. Die waren so matschig, dass sich der Saft kaum pressen ließ.

Liebe Grüße

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Re: Brombeersaft BiB

Beitragvon 420 » 02 Mai 2017 19:56

Fruchtwasser hat geschrieben:Hallo 420,
hoffentlich kannst Du einmal eingefrorene Beeren pressen!
Beim Einfrieren werden doch bestimmt die Zellwände zerstört. Wenn dann Druck ausgeübt wird, hat man eine richtig breiige Masse.
Bei Äpfeln ist es so, dass ich eine gewisse Struktur brauche, damit der Saft abfließen kann.
Gemerkt habe ich das bei überreifen Birnen. Die waren so matschig, dass sich der Saft kaum pressen ließ.
Liebe Grüße


Hallo Fruchtwasser,

Danke für den Hinweis. Wenn ich z.B. Beeren auftaute, läuft der Saft ja schon freiwillig. Deshalb gehe ich mal davon aus, dass es funktionieren wird.

Zusätzlich habe ich heute noch etwas gefunden. Wo? Klar, bei der Hobbymosterei. :D
"Kaltverfahren ohne Zutaten
Die gereinigten Beeren werden zwischen minus 5 bis 10 Grad gefroren. Dadurch werden die Fruchtzellen aufgebrochen, wodurch sich eine Saftausbeute zwischen 75 bis 80 % ergibt. Die aufgetauten Beeren werden mit dem Quirl oder der Walzenmühle kurz gemaischt und dann in Lagen von 2,5 cm Schichtstärke abgepresst."


Schätze mal, dass es da auch nicht so gravierend ist, wenn die Beeren vorher bei -18 Grad ihr Dasein über ein paar Monate in der Truhe gefristet haben. Bei Äpfeln, Birnen, Quitten usw. wird es sicherlich Prbleme geben.

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Re: Brombeersaft BiB

Beitragvon Schnitzelkauer » 06 Juni 2017 18:27

Zur Not doch als Wein ansetzen und grossflächig verteilen.
Oder ein Brombeerfest machen Wo wäre denn der Ort ? :D
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Re: Brombeersaft BiB

Beitragvon 420 » 06 Juni 2017 19:04

Kannst gerne vorbeikommen. Wein habe ich immer da. :D Nur im Augenblick ist der klärende Brombeerwein noch nicht abgefüllt. Das wird sicherlich auch noch so 2-3 Monate so bleiben. :(

Gründe: Zu wenig Flaschen und kein Platz zum Lagern

Bis dahin

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