Rotwein der erste Versuch

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Fruchtweinkeller
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Re: Rotwein der erste Versuch

Beitrag von Fruchtweinkeller » 17 September 2015 00:12

Das ist der Zeigteist ?-?
90% of everything is crap... Except crap. 100% of crap is crap.
(Too much coffee man)

Sorry, aber ich antworte nicht auf PMs, die inhaltlich ins Forum gehören!

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Flowie91
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Re: Rotwein der erste Versuch

Beitrag von Flowie91 » 17 September 2015 08:44

Kirschwein hat geschrieben: Ist irgendwie ähnlich mit den Kunststoffkorken die es eigentlich bei den billigeren Tafelweinen heute nur noch gibt (mein Eindruck jedenfalls... ich kaufe gern mal italienischen Weißwein in der 3- bis 5-Euro-Preisklasse, und da gibts irgendwie garkeine mehr mit Naturkorken). Die meisten Weine mögen das über die Jahre nicht so gern wenn sie mit den durchlässigen Kunststoffkorken verkorkt werden, aber es kratzt halt keinen weil die Weine eh zum sofortigen Verzehr bestimmt sind.
Also was die kunststoffkorken angeht muss ich mal meinen Senf zu geben. Da gibt es auch große Qualitätsunterschiede. Ist wie bei Naturkorken.

In punkto Lagerung kann man mit einem PE Korken also auch erfolgreich sein, auch über längere Zeit.

+kein Korkgeschmack
+kein korkbruch
+auch bei wiederverschließen tropfischer


Für wirklich schwere tanninlastige Weine, die bis zu genießbarkeit erst Jahre liegen müssen, würde ich dann aber auch eher zu NaturKork tendieren, wenn auch nicht zwingebd drauf bestehen.
Viele Grüße aus dem grünen Herzen Schleswig Holsteins
Flo

ovulare
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Re: Rotwein der erste Versuch

Beitrag von ovulare » 17 September 2015 12:36

Hallo zusammen,
ich habe auf das Schwefeln und das Temperieren der Maische verzichtet.

Tag 1:
Starke Angärung
Tag 2
deutlich Farbveränderung hinzu einem Rosé-Rot.
Konnte nun auch den Zuckergehalt (Restgehalt) messen ---> 31 °Oe
mit einem Alkoholgehalt von ca. 4,5 vol%

Berechnung der Ausgangswerte
4,5 vol% --> 35,55 °Oe
31 °Oe + 35,55°Oe = 66,55 °Oe

Mit dem berechneten Wert habe ich mich entschlossen 250g Zucker der Maische bezufügen

Tag 3
weiterhin starke Gärung, bei gleicher Rosé Farbe.
21 °Oe bei ca. 6,5 vol% - 7 vol% Alkoholgehalt
Schmeckt eigentlich ganz gut, aber ich vermute die Säure wird für das Endprodukt zu hoch sein.
Um der Hefe ausreichend Nahrung zu bieten habe ich weitere 150g Zucker ergänzt.

Habt ihr noch ein paar Tipps und Anmerkungen für mich?

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Kirschwein
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Re: Rotwein der erste Versuch

Beitrag von Kirschwein » 17 September 2015 13:51

ovulare hat geschrieben: Berechnung der Ausgangswerte
4,5 vol% --> 35,55 °Oe
31 °Oe + 35,55°Oe = 66,55 °Oe

Mit dem berechneten Wert habe ich mich entschlossen 250g Zucker der Maische bezufügen
Das wird reichen für einen leichten Rotwein.

Andererseits haben viele gekaufte Rotweine Alkoholgehalte von 11 bis 12 Prozent und darüber.. wenn du in Zukunft so einen etwas stärkeren Wein machen willst, dann solltest du entweder Trauben nehmen die von sich aus einen höheren Zuckergehalt haben (90°Oe oder so), oder du solltest die Traubenmaische vor der Gärung aufzuckern auf solche Werte.

66°Oe entspricht ungefähr einem Zuckergehalt von 173 Gramm pro Liter, also 17,3 Prozent. Um hohe Endalkoholgehalte produzieren zu können, mögen es die meisten Hefen gern wenn sie schon zu Gärbeginn entsprechende Bedingungen haben mit um die 22-25 Prozent Zuckergehalt. Bei deinem Rotwein könnte die Gärung deutlich unter 11 Prozent zum erliegen kommen.

Aber warten wir erstmal ab... hat ja alles gut angefangen bei dir... :clap:
"Die einzige Möglichkeit mit einem Weingut ein kleines Vermögen zu machen, ist mit einem großen Vermögen anzufangen" - alte Winzerweisheit

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