WaldmeisterWein

z.B. Dörrobst, Kräuter, Blüten
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herrfrick
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WaldmeisterWein

Beitrag von herrfrick » 12 Oktober 2016 20:23

Hallo,

seit Jahren mache ich schon Waldmeisterwein.

Ansatz mit Wasser, Zucker, Zitronensäure, Hefe, Nährsalz Schwelfel und etwas ausgepressten Zitronensaft herstellen.

Wenn es beginnt zu Gären lege ich die einen Tag angewelkten Waldmeisterstengel hinein.
Lasse die dann bis zum Ende der stürmischen Gärung drin, manchmal auch bis die Gärung beendet ist.

Meist schafft es der Wein nicht im Ersten Anlauf den Zucker für die 11-12% Alkohol zu vergären, der Wein ist recht süß.
Manchen schmeckt es so, mir nicht.

Den Wein fülle ich jetzt in 1/2 l Bügelbierflaschen und pack sie in den Keller.

Nach ca. 1/2 Jahr ist dann der Restzucker auch vergoren und ich hab einen super Schaumwein.

Für 10 L Wein nehme ich ne Handvoll angewelkte Stengel.

Das Aroma ist wirklich toll.

Bisher hab ich auch nach 1 L keine gravierenden Probleme gehabt, das bissl Kopf am nächsten Tag kommt auch bei Kirsch und Ko.
Das bissl Gift im Waldmeister sehe ich eher wie ne leichte Droge.

Irgendwo hab ich jetzt gelesen, daß beim Vergären von Grünzeug Methanol entsteht.

Weiß jemand was dazu?

Prost
Thomas

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Re: WaldmeisterWein

Beitrag von Fruchtweinkeller » 12 Oktober 2016 22:14

Wenn sich Bakterien über verholzte Bestandteile oder Zellulose hermachen kann Methanol entstehen.
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Re: WaldmeisterWein

Beitrag von MARkoe93 » 14 April 2017 23:59

Hi,
ich habe gestern Abend erst Waldmeister gepflückt und wollte mal fragen wie du denn genau deinen Waldmeisterwein herstellst.
Bin inzwischen ein kleiner Waldmeister freak geworden.

Und eine sind die Blüten von Waldmeister besonders aromatisch oder eher nicht?
( Es ist das erste mal, dass ich Waldmeister gepflückt habe und damit etwas machen möchte.



PS:
Die Sache die du erwähnt hast mit dem Giftig sein habe ich schon mal erlebt, zwar nicht bewusst aber es ging mir dreckig.
Inzwischen weiß ich wieso: 1 Flasche Waldmeistersirup zu 5. an einem Abend.

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Re: WaldmeisterWein

Beitrag von Fruchtweinkeller » 15 April 2017 16:03

Ich habe diesbezüglich keine große Erfahrung, meine mich aber zu erinnern dass man eher vor der Blüte ernten soll weil das Aroma dann besser wäre.... Alle Angaben ohne Gewähr :mrgreen:
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Re: WaldmeisterWein

Beitrag von willi2000 » 15 April 2017 19:10

Ich aromatisieren immer nur meinen Wein mit Waldmeister.
Der Waldmeister muss vor der Blüte und bei milder Witterung gepflückt werden und mind. über Nacht getrocknet werden.
Ich nehme immer auf eine Handvoll Waldmeister auf 1l Wein. Ich nehm meist `nen halbtrocken Müller-Thurgau.. Der Waldmeister kommt dann 'ne halbe Stunde in den Wein. Dann filtere ich ihn über Kaffeefilter und er kommt zurück in die Flasche und in den Kühlschrank. Bei Bedarf wird er halb und halb mit Sekt getrunken.

Gruss
--------------------------------------
Hopp, Hopp, Hopp, Schoppe in de Kopp.

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Re: WaldmeisterWein

Beitrag von MARkoe93 » 17 April 2017 13:08

Ah okay danke euch beiden, dann habe ich ja nichts falsch gemacht.

Denn ich habe den Waldmeister nach dem Pflücken getrocknet und dann eingefroren weil ich gelsesen habe dies soll die Haltbarkeit und das Aroma verbessern. Und danke für den Tip für die Verwendung des Waldmeisters :D werde ich mal ausprobieren :D zudem habe ich auch vor der Blüte gepflückt, paar Pflänzchen mit Blüten waren jedoch dabei, wird aber so hoffe ich nicht so schlimm sein.
Wenn jetzt der Regen sich gelegt hat muss ich nochmal welchen pflücken gehen (muss ja für ein Jahr langen).

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Re: WaldmeisterWein

Beitrag von Grape » 23 April 2017 22:05

Also wie macht man den Waldmeisterwein jetzt am ungeschicktesten?
Ich geh die Tage mal sammeln und will dann welchen machen.

Entweder nen Neutralwein und später aromatisieren oder den Waldmeister mit vergären.
Ich denke, 1. ist besser.

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Re: WaldmeisterWein

Beitrag von Fruchtweinkeller » 24 April 2017 18:25

Sehe ich auch so. Das Aroma scheint ja flüchtig zu sein, insofern dürfte bei Gärung sicherlich einiges davon verloren gehen.
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