Brombeerwein, ein Miniprojekt

Krautwickel
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Brombeerwein, ein Miniprojekt

Beitrag von Krautwickel » 20 April 2017 19:26

Hallo Community,
vorab erstmal ein großes Lob für die tolle Internetseite und das geniale Forum. Fast keine Frage bleibt unbeantwortet. Ich habe im letzten Jahr sehr viel durch euch gelernt, vieles hat funktioniert (Erdbeerwein, Johannisbeerwein, Met), nur weniges ist danebengegangen (Kiwi).
Jetzt hat das neue Jahr begonnen und bei mir im Eisfach tummeln sich noch die Brombeeren vom letzten Jahr. Da ich wieder Platz benötige, dachte ich ich starte mal ein kleines Projekt mit folgendem Rezept (aus dem Fruchtweinkeller):

Ansatzmenge 2,5l (ist ja ein Miniprojekt)
  • 1,5kg Brombeeren
    0,375kg Zucker für den Gärstart
    5ml Antigel
    1g Hefenährsalz
Die Gärung läuft dann in einem 5l-Ballon, das sollte eigentlich reichen, das Ganze selbstverständlich als Maischegärung.
Und wie macht man daraus jetzt ein Projekt? Man nimmt zwei verschiedene Hefe-Sorten. Für den ersten Ansatz hab ich die Steinberg-Hefe und für den zweiten die Portwein-Hefe verwendet. Wenn alles gelingt, sollten wir einen schönen leichten Tischwein und einen kräftigen Dessertwein erhalten.

Die Ballons habe ich bereits am Montag (17.04.2017) gefüllt und die Gärung hat gestern begonnen. Momentan liegen wir bei 1-2 Blubs pro Minute, aber da geht auf jeden Fall noch was.

Hier noch zwei Fotos, Brombeeren vorher und nachher:
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Was ich im Moment ziemlich genial finde, ist die kräftige Farbe und ich hoffe die bleibt mir so erhalten.
Ich werde versuchen euch täglich auf dem Laufenden zu halten. Über Tipps und Anregungen bin ich in jedem Fall dankbar.
Wasser macht weise, lustig der Wein. Drum trinken wir beides, um beides zu sein.

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Chesten
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Re: Brombeerwein, ein Miniprojekt

Beitrag von Chesten » 20 April 2017 20:10

Willkommen bei uns !
Krautwickel hat geschrieben:vorab erstmal ein großes Lob für die tolle Internetseite und das geniale Forum. Fast keine Frage bleibt unbeantwortet. Ich habe im letzten Jahr sehr viel durch euch gelernt, vieles hat funktioniert (Erdbeerwein, Johannisbeerwein, Met), nur weniges ist danebengegangen (Kiwi).
Schön da du schon ein paar Erfolge feiern konntest, schade das nicht alles geklappt hat.

Krautwickel hat geschrieben:Über Tipps und Anregungen bin ich in jedem Fall dankbar.
Soweit schaut alles gut aus der Ferne wie du das berichtest.

Eine Sache möchte ich anmerken: Brombeeren können viel Säure enthalten am besten beim dem abmaischen nach einer Woche den Säuregehalt messen und dann verdünnen aber das sage ich dir ja nix neues ;) .

Weiterhin gutes Gelingen und berichte weiter!
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Re: Brombeerwein, ein Miniprojekt

Beitrag von 420 » 20 April 2017 20:14

Hallo Krautwickel,

auch von mir erst einmal ein herzliches Willkommen hier.

Kurzinfo: Die Farbe bleibt richtig schön. Steinberghefe kann auch schnell mal bis zu 14 % kommen. Was auf den Verpackungen als Tolleranzgrenze steht, sind Näherungswerte, die immer über- oder auch unterschritten werden können. Filterst Du? Arbeitest Du nach der Restzuckermethode? Wie stabilisierst Du am Ende?

Wie lange willst du die Maischegärung ausdehen? Mache auf keinen Fall länger als 1 Woche und presse dann ab. Selber presse ich oft schon nach 4 Tagen Maischegärung beim Brombeerwein ab. So meine Erfahrungswerte.

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Re: Brombeerwein, ein Miniprojekt

Beitrag von Igzorn » 20 April 2017 20:54

Danke!
Ist das Trinkgefäß erst leer, macht es keine Freude mehr.

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Re: Brombeerwein, ein Miniprojekt

Beitrag von Krautwickel » 21 April 2017 21:27

Hi 420,

bisher habe ich immer mit der Nachzuckermethode gearbeitet und will das auch dieses mal wieder so machen. Abpressen wollte ich nach einer Woche, da im Rezept von 7-10 Tagen die Rede ist. Da du aber bereits deine Brombeeren nach 4 Tagen auspresst, werde ich das auch mal versuchen. Das passt auch, weil dann gerade Sonntag ist und ich genug Zeit habe. :D

Das Filtern habe ich bisher mit meinen zur Verfügung stehenden Mitteln ganz gut hinbekommen. Wenn ich das ganze jetzt mal beschreibe, werdet ihr bestimmt die Hände überm Kopf zusammenschlagen oder mit der flachen Hand gegen die Stirn schlagen. Ein Filtersystem wie Simplex oder Winoferm habe ich noch nicht, da mir das ganze bisher zu teuer war. Daher habe ich mir bis jetzt mit Teefiltern ausgeholfen. Das ist zwar etwas mühsam aber hat soweit ganz gut geklappt. Eine Nachgärung in den eingelagerten Flaschen konnte ich auch noch nicht feststellen und Bodensatz ist kaum vorhanden.

@Chesten: Ich habe dein Weintagebuch in deiner Signatur für mich entdeckt und werde das bei Gelegenheit auch mal ausprobieren. Beim Lesen habe ich da richtig Lust drauf bekommen. ;)
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Re: Brombeerwein, ein Miniprojekt

Beitrag von Holger » 22 April 2017 09:22

mit einem teefilter kannst du maximal grobe bestandteile raussieben, eine sterilfiltration zur vermeidung von nachgärung ist definitiv nicht möglich. wenn du die nachzuckermethode bis zum bitteren ende durchziehst, liegt hier der grund für deine noch nicht aufgetretenen nachgärungen.

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Re: Brombeerwein, ein Miniprojekt

Beitrag von Chesten » 22 April 2017 10:02

Krautwickel hat geschrieben:werdet ihr bestimmt die Hände überm Kopf zusammenschlagen oder mit der flachen Hand gegen die Stirn schlagen. Ein Filtersystem wie Simplex oder Winoferm habe ich noch nicht, da mir das ganze bisher zu teuer war. Daher habe ich mir bis jetzt mit Teefiltern ausgeholfen. Das ist zwar etwas mühsam aber hat soweit ganz gut geklappt.
Was Holger schon sagt ist richtig hinzukommt das der Wein dabei mir sehr viel Luft und somit Sauerstoff in Berührung kommt wodurch der sehr schnell oxidiert. Was dazu führt das der Wein den Luftgeschmackt bekommen kann! Lieder einen guten Schuss Antigel rein und selbstklären lassen sonst machst du nur deinen Wein kaputt.
Krautwickel hat geschrieben:@Chesten: Ich habe dein Weintagebuch in deiner Signatur für mich entdeckt und werde das bei Gelegenheit auch mal ausprobieren. Beim Lesen habe ich da richtig Lust drauf bekommen. ;)
Das freut mich sehr :D , dafür habe ich das gemacht !
Maracujawein ist echt fast schon simpel in der Herstellung und ich finde ihn extrem lecker !
Und wenn du genug Antigel hinzugibts wird der auch so klar ohne Tee/Kaffee-Filter ;) !
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Re: Brombeerwein, ein Miniprojekt

Beitrag von Krautwickel » 25 April 2017 18:19

Hi,

am Sonntag hab ich abgepresst und Säure gemessen. Der Säurewert liegt bei 9mg/l, d.h. verdünnen kann ich mir im Moment wohl sparen, Wert ist fast optimal. Hab noch kurz probiert, Restzucker ist noch einiges vorhanden.

Also weitergehts.

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Re: Brombeerwein, ein Miniprojekt

Beitrag von 420 » 25 April 2017 19:03

Hallo Krautwickel,

9 wäre mir doch etwas viel. 7 bis 7,5 würde mir persönlich reichen.

Viel Erfolg weiterhin
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Re: Brombeerwein, ein Miniprojekt

Beitrag von Fruchtweinkeller » 25 April 2017 21:26

Ja, mir schlägt 9 g/l (meinst du sicher, nicht mg/l) schon deutlich auf den Magen.
90% of everything is crap... Except crap. 100% of crap is crap.
(Too much coffee man)

Sorry, aber ich antworte nicht auf PMs, die inhaltlich ins Forum gehören!

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Re: Brombeerwein, ein Miniprojekt

Beitrag von Krautwickel » 26 April 2017 07:03

Dann werd ich das mal versuchen.
Korrigiert mich bitte, aber um von 9g/l auf 7g/l zu kommen, muss ich 222ml je Liter zugeben, richtig?
Der Säuregehalt wird um 2g/l gesenkt -> 1000ml/9g * 2g

Bei den verbliebenen 2,25l im Ballon mach das dann 555ml.
........................................................................

?-| Hab ich schon erwähnt, dass ich Chemie schon immer gehasst habe?
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Re: Brombeerwein, ein Miniprojekt

Beitrag von Fruchtweinkeller » 26 April 2017 21:03

2,25 Liter mit 9 g/L Säure enthalten absolut 20,25 g Säure. Um den Säuregehalt auf 7 g/L einzustellen musst auf das Endvolumen von 2,9 LIter auffüllen.
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