Wacholdermet

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Zandru
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Wacholdermet

Beitrag von Zandru » 19 März 2017 17:03

Hallo Miteinander,

hat hier schon jemand Erfahrungen mit Wacholder im Met gemacht? Ich würde das gerne ausprobieren, hab nun aber schon mehrfach gelesen, dass man da sehr vorsichtig mit der Dosis sein sollte -- leider immer ohne konkrete Angaben welche Dosis denn gut ist.

Vor ein paar Tagen habe ich einen neuen Ansatz nach dem Basisrezept gemacht (bisher ohne Wacholder). Nun gibt es die Optionen
  1. die Beeren jetzt sofort dazuzugeben
  2. die Beeren irgendwann später/gegen Ende im Gärverlauf dazuzugeben
  3. den Met erstmal fertig gären zu lassen und nachdem er von der Hefe abgezogen wurde (und dann sowieso erstmal in den Keller kommt zur Selbstklärung) die Beeren dazuzugeben.
Bei allen Optionen ist dann noch die Frage wie viele Beeren rein sollen (es sind 5l Met).

Wenn jemand das schon ausprobiert hat und mir ein paar Anhaltspunkte geben kann, wäre ich sehr Dankbar :)

Viele Grüße,
Zandru

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Re: Wacholdermet

Beitrag von Chesten » 19 März 2017 17:48

Mit Wacholderbeeren habe ich zwar noch keine Erfahungen gemacht aber ich würde dir zu Punkt 3 raten.
Wenn du die Wacholderbeeren in ein Leinensäckchen oder Teebeutel gibst und diese mit einen Bindfaden befestigst kannst du ganz einfach die Beeren aus dem Ansatz holen wenn dir der Geschmack zusagt.

So habe ich es bei meinen Hopfenmet auch gemacht dabei muss man nur aufpassen das die Beeren aufquillen können und das du die so schlecht wieder aus dem Ballon bekommst aber das Problem kannst du beheben in dem du mehre kleine Säckchen machst.
"Die einzig stabile Währung ist die alkoholische Gärung" (Das Känguru-Manifest)

Hier findest du einen Anleitung wie man seinen ersten eigenen Wein herstellt:

http://www.forum.fruchtweinkeller.de/viewtopic.php?f=33&t=12175

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Re: Wacholdermet

Beitrag von Fruchtweinkeller » 19 März 2017 22:17

Im "Förstermeister"-Rezept wird Wacholder verwendet.

Vorsicht, dem Zeug sagt man eine antimikrobielle Wirkung nach, in hohen Konzentrationen könnte das gärhemmend wirken. Bei Variante 3 wäre das egal.
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Re: Wacholdermet

Beitrag von Zandru » 23 März 2017 22:00

Hallo ihr Beiden,

vielen Dank für die Ratschläge. Dann werde ich wohl Variante 3 mit Beutel versuchen (dann ist auch die Dosierung nicht so kritisch, wenn man die Beeren jederzeit rausnehmen kann).
Wenn es soweit ist, berichte ich vom Ergebnis.

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Re: Wacholdermet

Beitrag von MetNewbi » 16 April 2017 13:13

Wenn's doch zu stark werden sollte, dann kann man sollche Ansätze auch retten, indem man sie mit "Neutralmet" verschneidet. Das habe ich mal mit Pfefferkuchenmet gemacht. Den mußte ich 1:10 verschneiden ;)
Zum Zwischenlagern kann man in normale Flaschen abfüllen und dann, wenn ein weiterer Ansatz zur Verfügung steht, wieder die Flaschen öffnen.
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Re: Wacholdermet

Beitrag von Rockwell » 16 April 2017 23:35

Ich habe kürzlich einen sehr leckeren Gewürzwein mit Wacholder hergestellt. Insgesamt waren über 20g getrocknete, zerstoßene Beeren dauerhaft in einem 5l Testansatz. Hier sollte der Wacholder aber auch im Vordergrund stehen.
Mit diesem Gewürz wirst du sicherlich einen sehr guten Met machen können. Ich würde hierfür aber keinen zu blumigen Honig wählen. Steht auf jeden Fall auch noch auf meiner To Do Liste :-)

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Re: Wacholdermet

Beitrag von Zandru » 10 Februar 2018 08:24

Vielen Dank noch für die weiteren Antworten. Leider habe ich die erst später gesehen (offenbar kriegt man standardmäßig keine Benachrichtigungen...).

Der Met ist nun endlich fertig, in Flaschen abgefüllt und, wie ich finde, sehr gut geworden!

Zum Vorgehen:

Zunächst hatte ich einen normalen Met mit Waldhonig nach dem Basisrezept angesetzt (also noch ohne Wacholder). Wie schon von Rockwell angemerkt, sollte man wahrscheinlich besser keinen zu blumigen Honig verwenden. Der Waldhonig hat sich als gut geeignet erwiesen.

Nach Ende der Gärung wird der Ansatz von der Hefe abgezogen und in einen sauberen Glasballon gefüllt. Nun die Wacholderbeeren im Mörser etwas aufbrechen und zum Met geben. Ich habe auf die ca. 4,5l Met knapp 15g Beeren verwendet. Da ich keinen geeigneten Beutel zur Verfügung hatte, habe ich sie einfach lose reingeworfen, war letztlich auch kein Problem.

Nun wird der Met für längere Zeit (in meinem Fall 6 Monate) an einem kühlen Ort gelagert. Anschließend erneut vom neu gebildeten Bodensatz abgezogen und in Flaschen gefüllt.

Der Met hat nun eine sehr deutliche aber nicht zu starke Wacholdernote -- sehr lecker!

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Re: Wacholdermet

Beitrag von Chesten » 10 Februar 2018 10:13

Glückwunsch zur gelungenden Abfüllung und zum leckeren Met :clap: !

Schön das wir dir helfen könnten.
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Re: Wacholdermet

Beitrag von Fruchtweinkeller » 10 Februar 2018 10:37

Prima, danke für die Zusammenfassung :)
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Re: Wacholdermet

Beitrag von Moneysac » 10 Februar 2018 21:57

Klingt tatsächlich interessant. Danke für die Mitteilung von deinem Mischungsverhältnis.

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