erster (recht großer) Versuch eines Kirschmets/-weins

Ake
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erster (recht großer) Versuch eines Kirschmets/-weins

Beitrag von Ake » 06 August 2015 21:12

Moin allerseits,

der Plan für diesen Ansatz reift schon seit ich meinen ersten Met im Dezember ansetzte.

Am Montag bot sich nun, recht kurzfristig, die Gelegenheit einen Kirschbaum ein wenig zu plündern. Gesagt getan kamen dabei knapp 30kg Süßkirschen rum.
Diese wurden gestern abend entsteint (wurde auch allerhöchste Zeit), nachdem ich zwei Entsteiner organisiert hab, und es wurden drei Ansätze daraus geformt. 2x20l Kirschmet und 1x10l Kirschwein. Beim Ansetzen kam dann folgende Frage auf:

@all: Sind die Mengenangaben auf der Homepage für Rohfrüchte oder, wie in diesem Fall, entsteinten Früchten?! Hatte nicht damit gerechnet, dass die Steine soviel Gewicht von Kirschen ausmacht :pfeif:

Gestartet wurde gestern Abend in allen drei Ansätzen

mit den zerstampften Früchten,
Hefenährsalz
Antigel
und Hefe

jeweils nach den Mengen der der beiden HP-Rezepte.

Nachdem die Zeit gestern abend schon sehr fortgeschritten war und mein bestellter Honig erst heute eintraf, wurde die "Süßung" auf heute abend verschoben.
Die beiden Kirschmets haben jeweils 4kg Sommerblütenhonig bekommen und der Kirschwein hat 1,5kg Zucker bekommen.

Alle drei Ansätze waren schon vor der Versüßung fröhlich am Blubbern und sinds jetzt immernoch. Es scheint zu diesem Zeitpunkt also alles soweit gut zu sein. Bin mal gespannt auf das Abpressen nächste Woche, wird bestimmt interessant und eine riesige Sauerei :mrgreen:

so long
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Re: erster (recht großer) Versuch eines Kirschmets/-weins

Beitrag von Fruchtweinkeller » 06 August 2015 21:25

Gemeint ist das Gewicht der "ganzen" Frucht inklusive Stein.

Wobei der Gewichtsanteil des Steins sortenabhängig natürlich variabel ist.... Genauso wie der Säuregehalt, der das Endvolumen mit bestimmen kann. Ist halt alles ein Wenig "Pi mal Daumen" ;)
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Re: erster (recht großer) Versuch eines Kirschmets/-weins

Beitrag von Ake » 06 August 2015 22:13

Ok danke für die Aufklärung. Und das es immer ein wenig variieren kann ist klar :) Naja, so bin ich jetzt auf der sicheren Seite, hab jetzt erst nachm entsteinen gewogen, sollten also auf jeden Fall genug Früchte drin sein. Das mit der Säure sehe ich dann ja nachm Abpressen, mal sehen ob das noch Kapazitätprobleme hervorruft :D

Und keine Sorge FWK, ich mag den Pi-Daumen ;)

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Re: erster (recht großer) Versuch eines Kirschmets/-weins

Beitrag von Ake » 09 August 2015 21:23

So der Kirschwein hat gestern noch ein neues Kilo Zucker bekommen, nachdem er furztrocken war. Beim Kosten der Kirschmets hast meine Zunge heute auch festgestellt, dass die leicht nachgelassene Gärskitivität mit einem schrumpfenden Süßepolste rzu tun haben dürfte. So wird es morgen wahrscheinlich zu einer Nachgabe von Honig kommen.

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Re: erster (recht großer) Versuch eines Kirschmets/-weins

Beitrag von Ake » 10 August 2015 21:07

So heute abend wurden die beiden Kirschmetansätze nochmal mit jeweils 2kg Honig verfeinert und blubbern wieder fröhlich vor sich hin.

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Re: erster (recht großer) Versuch eines Kirschmets/-weins

Beitrag von Ake » 16 August 2015 20:17

Update:

Gestern habe ich den Kirschwein abgepresst. Alkoholgehalt lag bei 10% und die Säure bei 2,5g/L. Die Säure habe ich auf gut 7g/L mit Milchsäure und Zitronensäure erhöht. Des Weiteren wurde 490g Zucker für weitere 2% Alk hinzugefügt.

Die beiden Kirschmetansätze habe ich heute abgepresst. Beide hatten ebenfalls etwas über 2,5g/L Säure. Die Säure habe ich in dem einen Ansatz auf 5g/L und im anderen auf 7g/L erhöht. Mal sehen ob man den Unterschied am Ende herausschmeckt. Der Alkoholgehalt wurde in beiden Ansätzen mit etwa 15% gemessen. Das ist ein wenig mehr als ich erreichen wollte, womit die beiden Ansätze jetzt ausgehungert werden und dann von der Hefe befreit werden.

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Re: erster (recht großer) Versuch eines Kirschmets/-weins

Beitrag von Ake » 18 November 2015 20:29

Ist mittlerweile beim Klären.

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Re: erster (recht großer) Versuch eines Kirschmets/-weins

Beitrag von Ake » 10 Januar 2016 23:20

So und heute gefiltert und abgefüllt (seit 13h).

Gefiltert wurde mit meiner neuen Pulcino 10 Oil :mrgreen: Geiles Maschinchen :D Ich habe vll die Klräung ein wenig kurz gehalten. Ich habe mit 6 Schichten gefiltert und bei der groben hat es sich doch arg hingezogen... Fein und EK filtern lief ganz gut nd konstant, womit ich davon ausgehe, dass ich vll sogar weniger schichten hätte nehmen können. Wie lange braucht ihr mit der Pulcino für 40l Wein pro Filterdurchgang?

Abgefüllt wurden am Ende:

10 Flaschen Kirschwein

und

jeweils 19 Flaschen der beiden Kirschmetansätze

und zwei Mischflaschen von der jetzt noch eine mit meinem Helfer geleert wird.

Etiketten müssen noch designed werden :pfeif: Wenn die drauf sind, dann gibts auch ein Bild von den Flaschen

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Re: erster (recht großer) Versuch eines Kirschmets/-weins

Beitrag von 420 » 11 Januar 2016 10:26

Ake hat geschrieben: Wie lange braucht ihr mit der Pulcino für 40l Wein pro Filterdurchgang?
Pro Filtergang kann ich nicht sagen. Aber pro Abfüllaktion mit grob, fein, Restzucker einstellen, steril incl. Vorbereitung und Säuberungsaktion benötige ich oft 30-60 Minuten pro 10 Liter. Je mehr ich in einem Schlag filtere und je wenige Cuvée-Weine gemischt werden, desto stärker Schlägt das Pendel Richtung 30 Minuten pro 10 Liter. Geschafft habe ich auch schon mal 25 Minuten pro 10 Liter. Hängt natürlich auch von den verschiedenen Weinen ab.

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Re: erster (recht großer) Versuch eines Kirschmets/-weins

Beitrag von Ake » 12 Januar 2016 16:45

Das hat bei mir diesmal länger gedauert... naja mal sehen, vielleicht hätte längeres klären geholfen. Ich werd mal die nächsten Weine abwarten und sehen wo die Stellschrauben sind.

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Re: erster (recht großer) Versuch eines Kirschmets/-weins

Beitrag von 420 » 12 Januar 2016 21:06

Bei mir ist es wahrscheinlich auch etwas anderes. Beim letzten Filtergang gelangt der sterile Wein zuerst in eine Bauchflasche danach wird per Vakuumpumpe und Abfüllventil abgefüllt. Pufferzeiten können sehr gut genutzt werden. Wartenzeiten, bis eine Flasche voll ist, entstehen nicht. Gerade am Ende der Filterung kann sich dass beim Füllstoptrichter doch hinziehen.

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Re: erster (recht großer) Versuch eines Kirschmets/-weins

Beitrag von Ake » 12 Januar 2016 21:30

Ja ich habe direkt ausm Filtergang abgefüllt. Bei der Geschwindigkeit die ich hatte, war das sehr gemütlich machbar.

Dein Aufbau kenne ich aus den Videos, der ist schon ziemlich schick. Sowas wird es bei mir erstmal nicht geben.

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