HILFE! Hefe setzt sich massiv ab, aber Met gärt weiter

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LacrimaMoris
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HILFE! Hefe setzt sich massiv ab, aber Met gärt weiter

Beitrag von LacrimaMoris » 18 Januar 2013 01:36

Hallo Fruchtweinfreunde!

Ich bin recht neu hier und habe vor 6 Wochen zum ersten mal Met angesetzt, alles nach dem Met Basisrezept und nach eingehendem Studium der Website ;) Ansatz 10 l, Anfangs 2,5kg Honig, inzwischen nochmal 500g dazu. Säuregehalt wurde auf 6,5 eingestellt, die Gärung verlief bisher sehr gut. Nachgezuckert habe ich inzwischen einigemale. (ca. 6x jeweils 100g) Laut dem Vinometer Schätzeisen liegt der Alkoholgehalt momentan bei ca. 15-16%, verwendet habe ich Portwein Reinzuchthefe. Nun habe ich jedoch folgendes Problem: Die Hefe scheint ihre Alk.Toleranzgrenze erreicht zu haben un setzt sich massiv auf den Trübstoffen ab (siehe Bild) der Met gärt jedoch trotzdem munter weiter (ca. 1 Blubb pro Minute), beim täglichen schütteln blubbert und schäumt er sehr stark. Das ganze geht jedoch nun schon seit 2 Wochen so und ich habe Angst einen Hefeböckser zu bekommen. Wie lange kann sowas dauern? Kann ich das Ende der Gärung beschleunigen oder soll ich noch in Ruhe abwarten? Wie soll ich weiter vorgehen?

Danke für eure Hilfe!

www.imgimg.de/bild_IMG34161048d8207jpg.jpg.html

[Dieser Beitrag wurde am 18.01.2013 - 01:39 von LacrimaMoris aktualisiert]

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Tim
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HILFE! Hefe setzt sich massiv ab, aber Met gärt weiter

Beitrag von Tim » 18 Januar 2013 06:59

Guten Morgen erst mal! Täglich schütteln und entspann Dich! Die Hefe lässt bei 15% nicht den Griffel fallen und ruft "Feierabend" (die ist nicht in der Gewerkschaft!)
Wenn das noch ein paar Wochen gärt (mit Nachzuckern) dann brauchst Du Dir keine Sorgen zu machen!
Timidi mater non flet

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fibroin
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HILFE! Hefe setzt sich massiv ab, aber Met gärt weiter

Beitrag von fibroin » 18 Januar 2013 08:17

Schütteln ist schon ok. Das aber täglich. Bei nachlassender Gärtätigkeit sinken die Trübstoffe ab. Das ist normal und hat mit dem Gärungsende wenig zu tun.
Wenn du dich wohlfühlst, mache dir keine Sorgen. Das geht wieder vorbei.

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Iceman
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HILFE! Hefe setzt sich massiv ab, aber Met gärt weiter

Beitrag von Iceman » 18 Januar 2013 13:15

Genau das denke ich auch und nach 6 Wochen ist doch alles normal. So nach 8 Wochen hatte ich alle 11 Minuten einen Blub und die Hefe hat sich auch schon lange abgesetzt. Anschließend habe ich am Wochenende mal stündlich ordentlich geschüttelt, so entwich das CO2, die Hefe gab sich den Rest und die Gärung nahm ein Ende.
Nachts steht manchmal der Teufel an meinem Bett und bewundert sein Machwerk.

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HILFE! Hefe setzt sich massiv ab, aber Met gärt weiter

Beitrag von LacrimaMoris » 21 Januar 2013 23:56

Ok, danke schonmal für eure vielen Antworten! Das die Trübstoffe absinken ist kein Problem, mich hat nur die abgesetzte Hefe geängstigt, nicht dass sich die schon zersetzt (Hefeböckser) und der Met nicht abgezogen werden kann, weil er weiter gärt. Aber so wie ihr schreibt macht die abgesetzte Hefe keine Probleme, solange täglich geschüttelt wird. Im Moment blubbert er nurnoch beim schütteln, das Gärende scheint langsam näher zu kommen :)

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Re: HILFE! Hefe setzt sich massiv ab, aber Met gärt weiter

Beitrag von r4tty » 02 August 2017 09:33

Hallo, ich habe ein ähnliches Problem wie das hier beschriebene, deshalb mache ich mal keinen neuen Thread auf. Bei mir geht es mittlerweile um drei Ansätze (Fruchtwein), die allesamt ein ähnliches Verhaten zeigen. Alle gärten bisher gut und sind durch mehrfaches Nachzuckern in etwa an der theoretischen Alkoholtoleranzgrenze angelangt (2x Portwein bei 15 %, 1x Steinberg bei 13 %). Die Ansätze gären mittlerweile seit 9-11 Wochen. Vor zwei bis drei Wochen ging das Blubbern deutlich zurück. Da aber ab und zu doch noch ein Bläschen durchs Röhrchen kam und vor allem auf beim Schütteln noch einiges an CO2 freigesetzt wurde, habe ich aufgrund dieses Threads vorerst noch nicht geschwefelt. Nun tut sich seit etwa einer Woche auch im Gärspund absolut nichts mehr. Beim Schütteln wird aber dennoch etwas CO2 freigesetzt (ich schüttle mittlerweile mehrmals täglich). Sowohl Alkoholgehalt als auch Restsüße (soweit ich das beurteilen kann) sind seit zwei bis drei Wochen unverändert. Was sollte ich eurer Meinung nach nun tun? Weiterhin warten oder doch mal schwefeln und dann abziehen? (Randinfo: Ich werde nicht sterilfiltrieren und möchte keine Flaschenbomben erzeugen ;-) )

Igzorn
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Re: HILFE! Hefe setzt sich massiv ab, aber Met gärt weiter

Beitrag von Igzorn » 02 August 2017 09:45

Erstmal Zucker messen!
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Re: HILFE! Hefe setzt sich massiv ab, aber Met gärt weiter

Beitrag von r4tty » 02 August 2017 12:31

Wie denn messen? Ne Oechselwaage liefert bei diesem Alkoholgehalt wohl kaum noch belastbare Werte. Geschmacklich ist noch eine deutliche, aber nicht übertriebene, Süße drin. Andernfalls hätte ich ja auch weiter nachgezuckert.

Igzorn
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Re: HILFE! Hefe setzt sich massiv ab, aber Met gärt weiter

Beitrag von Igzorn » 02 August 2017 16:18

Ja, wenn der Geschmack stimmt und die Gärung aufgehört hat, dann Schwefel dazu und zur Klärung kalt stellen.
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Re: HILFE! Hefe setzt sich massiv ab, aber Met gärt weiter

Beitrag von Fruchtweinkeller » 02 August 2017 20:44

Dazu würde ich mich auch irgendwann durchringen. Manchmal ist das Gärende einfach zu finden, manchmal ist sehr schleichend. Wenn du beobachtest dass die Restsüße stabil zu bleiben scheint und der gemessene Alkoholgehalt auf die Alkoholtoleranzgrenze hindeutet wird's hoffentlich zu Ende sein mit der Gärung.
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(Too much coffee man)

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