Erster Met - unsicher obs was wird =)

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Darktimmi
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Erster Met - unsicher obs was wird =)

Beitrag von Darktimmi » 23 April 2017 16:21

Hi zusammen,

hätte da eine Frage an die Experten die schon eine längere Erfahrungszeit aufweisen können.

Ich habe mit meinem ersten Metprojekt begonnen welches nun seit gut 14 Tagen gärt. Heute habe ich das erste mal probiert sowie den Alkoholgehalt kontrolliert, dazu 2 Fragen:

Das Vinometer zeigt mir auch nach mehrmaligen Kontrollen immer 14 % an. Kann der Alkoholgehalt nach so kurzer Zeit schon so hoch sein? Der Met schmeckt noch recht süsslich und die Gärung wird noch nicht beendet sein, allerdings bin ich davon ausgegangen das erst das Endprodukt bei knapp 12-14 % liegt und ich jetzt bei evt 8% liegen würde. Der Met schmeckt auch leicht nach Sekt (bisschen kohlensäurehaltig) , ist das normal?

Ausserdem habe ich am oberen Metrand wo der Schaum an das Mostfass kommt eine braune Schicht, ich vermute dies ist getrockneter Schaum mit Resthonig (Hoffe ich). Wenn man bei Youtube mal Videos durchguckt sehe ich das aber bei keinem anderen. Habe jetzt etwas Angst vor Bakterien/Schimmel oder irgendwas Anderem. Hat da wer Erfahrungen ?

Danke im Voraus für Eure Tips =)

Gruss
Timo

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Chesten
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Re: Erster Met - unsicher obs was wird =)

Beitrag von Chesten » 23 April 2017 20:26

Willkommen bei uns und ein herzliches Hallo !

Es ist gut möglich wenn, die Bedingungen stimmen, das die Hefe innerhalb einer Woche ca. 12 vol% an Alkohol bildet.
Darktimmi hat geschrieben:Der Met schmeckt auch leicht nach Sekt (bisschen kohlensäurehaltig) , ist das normal?
Kohlensäure, Restsüße und Trübstoffe beeinflussen die Vinometermessung, wenn der Met Kohlensäure und noch Zucker enthält kannst du deinem Vinometer nicht trauen !

Kannst du dein Rezept hier mal posten ?
Mit Angabe der Ansatzmenge gesamt Zucker/Honig-Gabe usw.
Dann man überschlagen wieviel Alkohol maximal gebildet werden kann.

Hier steht wie du Bilder ind Forum stellen kannst damit wir dir besser bei deinem "Schaumproblem" weiterhelfen können.

viewtopic.php?f=5&t=9417


Kennst du die Homepage zu diesem Forum ?

http://fruchtweinkeller.de/
und den
http://honigweinkeller.de/

Da steht viel wissenwertes zum Thema Wein/Met-Herstellung die Grundlagen stehen im Fruchtweinkeller der Honigweinkeller baut da drauf auf.
"Die einzig stabile Währung ist Alkoholsche Gärung" (Das Känguru-Manifest)

Hier findest du einen Anleitung wie man seinen ersten eigenen Wein herstellt:

http://www.forum.fruchtweinkeller.de/viewtopic.php?f=33&t=12175

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Re: Erster Met - unsicher obs was wird =)

Beitrag von Darktimmi » 23 April 2017 20:56

Hi und danke für die schnelle Antwort =)

Als Rezept habe ich genommen:

3KG Honig
6 Liter Wasser
1 Liter naturtrüber Apfelsaft
50g Zucker
4g Hefenährsalz
3g Hefe
2 TL Mehl

Geruch und Geschmack sind wie gesagt in Ordnung. Leichte Sekt Note, schmeckt schon stark nach Alkohol aber noch sehr süss. Schonmal gut zu wissen das zu dieser Zeit das Vinometer nur ein Schätzeisen ist. Das grössere Problem sind die Ablagerungen am Rand, normal oder nicht? Soll ich versuchen diese zu säubern oder den Met umfüllen? Wenn ich das Fass schüttel werden diese allerdings nicht wieder unter den Met gemischt sondern bleiben am Rand, scheint also gefestigt zu sein. Sieht etwas aus wie nasser Sand.

Die "Keller-Seiten" kenne ich , danke. Liest sich am Anfang jedoch oft leichter als es in der Praxis dann aussieht. Soll ja auch vernünftig werden =)

Bild

Gruss
Timo

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Re: Erster Met - unsicher obs was wird =)

Beitrag von Chesten » 24 April 2017 10:37

Du hast viel zu viel Honig zu Anfang in den Ansatz geben.
Dein Rezept ist auch sonst nicht so ganz optimal.
Deswegen ist dein Ansatz auch noch so süß wenn du Pech hast bleibt das so da zuviel Zucker gärhemmend wirkt.

Eine lange Antwort gibst heute Abend ich bin im Zug.
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Re: Erster Met - unsicher obs was wird =)

Beitrag von Fruchtweinkeller » 24 April 2017 18:31

Ob es viel zu viel ist weiß ich nicht, aber sicher deutlich mehr als ich auf der HP empfehle. Das kann zu den dort beschriebenen Problemen führen.

Der Schlunz am Rand sieht für mich aus wie eine Mischung aus antrocknender Hefe plus Mehl, garniert mit etwas Apfelpektin. Vom Mehl rate ich übrigens auch ab :pfeif:
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Re: Erster Met - unsicher obs was wird =)

Beitrag von Darktimmi » 24 April 2017 19:17

Danke schonmal für die Antworten. Habe mich leider etwas zu spät eingelesen, daher steht das Produkt nun so da.Hoffe ich kann das Beste draus machen und für das nächste Mal draus lernen ;) Bisher sieht es nicht so aus als wäre die Gär Aktivität sonderlich gehemmt, meint ihr denn ich sollte den Wein nachträglich verdünnen um später nach zu süssen oder ähnliches? Oder erstmal so lassen und noch 1-2 Wochen warten ob die Süsse nachlässt.

Weiter würde ich gerne wissen ob ich den getrockneten Rand oder "Schlunz" wie du sagst so lassen kann oder lieber umfüllen soll? Sieht halt unschön aus aber wenns unbedenklich ist sollte es ja nicht stören erstmal... Dann würde ich es bis zum Abziehen so lassen und dann eh ein neues Fass nehmen.

PS: Mehl kommt das nächste Mal natürlich nicht mehr rein ;) Man muss sich ja noch steigern können mit dem Dazugelernten =)

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Re: Erster Met - unsicher obs was wird =)

Beitrag von Fruchtweinkeller » 24 April 2017 20:36

Die Frage ist, wie du später Nachgärungen sicher verhindern willst. Wenn du an die Alkoholtoleranzgrenze gehen willst kann zu viel Zucker beim Gärstart halt Probleme bereiten... muss aber nicht. Wenn es noch deutlich gärt: Einfach stehen lassen, immer mal wieder etwas schütteln.

Der "Schlunzrand" ist hauptsächlich ein optisches Problem, einfach ignorieren ;)
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Re: Erster Met - unsicher obs was wird =)

Beitrag von Igzorn » 24 April 2017 21:08

Gibt es eigentlich einen Thread für die 1. Hilfe wo alle immer wieder kehrenden Antworten stehen?

Also Vinometer - teste es Mal mit Wein aus der Industrie. Und ja es bleibt ein grober Daumenwert. Kann auch Mal runter gehen.

Zu viel Zucker oder Honig = Gärhemmung

Zu grosse Ansätze vermeiden (mein Lieblingsthema)

Sind 14 Prozent nach 14 Tagen normal: ja, wenn die Hefe das kann.

Und am wichtigsten: wie stabilisiert Du Deinen Wein und was ist Stabilisierung.

Zu viel Zucker am Ende ist auch immer dabei. :mrgreen:

Und kennst Du die Homepage: da stehen alle Antworten.n

Ich mein ja nur. Das würde evtl. verhindern, dass wir immer was vergessen. Checkliste quasi. Oh Gott ist wie auf Arbeit. Sorry, ich nehm es zurück ...
Ist das Trinkgefäß erst leer, macht es keine Freude mehr.

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Re: Erster Met - unsicher obs was wird =)

Beitrag von Fruchtweinkeller » 24 April 2017 21:21

Es gibt die "Gespenster und Wiederkehrer", ansonsten gibt's die Homepage... und letztlich wird wahrscheinlich weder die 1. Hilfe noch die Homepage hinreichend aufmerksam gelesen (womit ich jetzt explizit den Allgemeinzustand meine und nicht dich, Darktimmi). :roll:
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Re: Erster Met - unsicher obs was wird =)

Beitrag von Chesten » 25 April 2017 09:44

Darktimmi hat geschrieben:Bisher sieht es nicht so aus als wäre die Gär Aktivität sonderlich gehemmt, meint ihr denn ich sollte den Wein nachträglich verdünnen um später nach zu süssen oder ähnliches? Oder erstmal so lassen und noch 1-2 Wochen warten ob die Süsse nachlässt.
Was heißt "nicht sonderlich gehemmt" bei dir ?
Wenn sich der Wein in der stürmischen Gärung befindet, 1-10 Tage Gärdauer. Schießt das Wasser aus dem Gärröhrchen wenn man den Wein bewegt.
Danach blubbt es alle ca. 5 bis 10 sec. regelmäßig ca. eine Woche so weiter wenn, genug Zucker vorhanden ist.

Wenn bei dir jetzt ca. jede Minute ein müder Blubbt kommt und das von Anfang so war dann, ist die Gärung gehemmt.

Wenn du verdünnen willst solltest du es möglichst früh machen je länger du wartest desto mehr wird die Hefe zicken.
Aber das Verdünnen ist auch kein Allheilmittel damit schaffst du dir auch neue Probleme.

Wenn es ordentlich gärt würde ich nicht verdünnen und das so stehen lassen beim regelmäßigen Schütteln , einmal täglich reicht da.
Vielleicht hast du ja Glück und die Gärung läuft weiter.
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Re: Erster Met - unsicher obs was wird =)

Beitrag von Darktimmi » 25 April 2017 19:08

Ich versteh euch schon - ein richtiges Interesse kam jetzt erst mit dem Projekt, daher versuch ich mich jetzt vernünftig einzulesen und das Beste draus zu machen um fürs nächste mal zu lernen (aller Anfang ist chaotisch) - Schande über mein Haupt :pfeif: :pfeif: :pfeif:

@Chesten:

mit "nicht sonderlich gehemmt" meine ich das es momentan ca. alle 2-3 Sekunden blubbt, nach dem Schütteln deutlich aktiver. Wenn ich jetzt davon ausgehe das es noch ordentlich gärt würde ich es wie du sagt erstmal stehen lassen und abwarten. Eventuell hab ich ja Glück und es findet keine Gärhemmung statt.

Danke trotzdem für die Tips ;)

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Re: Erster Met - unsicher obs was wird =)

Beitrag von Chesten » 25 April 2017 20:41

Darktimmi hat geschrieben:@Chesten:

mit "nicht sonderlich gehemmt" meine ich das es momentan ca. alle 2-3 Sekunden blubbt, nach dem Schütteln deutlich aktiver. Wenn ich jetzt davon ausgehe das es noch ordentlich gärt würde ich es wie du sagt erstmal stehen lassen und abwarten. Eventuell hab ich ja Glück und es findet keine Gärhemmung statt.
Ok alle 2 sec. ein Blubb klingt sehr gut !
Ich würde dann nicht verdünnen und es einfach weiter gären lassen.
Darktimmi hat geschrieben:Ich versteh euch schon - ein richtiges Interesse kam jetzt erst mit dem Projekt, daher versuch ich mich jetzt vernünftig einzulesen und das Beste draus zu machen um fürs nächste mal zu lernen (aller Anfang ist chaotisch) - Schande über mein Haupt :pfeif: :pfeif: :pfeif:
Das freut mich wenn Interesse bei dir für Weinherstellung aufkommt.
Ach es steht viel Mist im Internet zur Weiherstellung, besonders bei der Metherstellung geistert viel Unwissenheit im Netz rum.
Als Anfänger kannst du gar nicht wissen was nun richrig oder falsch ist und vielen ging es hier anfangs genau wie dir, auch bei mir war es nicht anders ;).
Mein erster Metansatz ist mir verschimmelt da läuft es dagegen bei dir fast mustergültig :lol: .

Wenn die Gärung nun weiter so gut läuft und man hinterher vielleicht noch was an dem Säuregehalt dreht wird dein Met wohl etwas süß aber genießbar sollte der doch noch werden.
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