Apfelwein extrem sauer. Bitte um Hilfe

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willi2000
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Re: Apfelwein extrem sauer. Bitte um Hilfe

Beitrag von willi2000 » 26 Dezember 2017 20:24

Wenn der Ebbelwoi zuviel Säure hat, läßt man ihn noch längere Zeit (~ 3-6 Monate) spundvoll auf der Hefe stehen. Da baut sich die Säure ganz gut ab.

Schobbe,
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Josef
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Re: Apfelwein extrem sauer. Bitte um Hilfe

Beitrag von Josef » 26 Dezember 2017 21:08

Erst mal Säure messen, :tsts:
dann sehen wir weiter.

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Fruchtweinkeller
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Re: Apfelwein extrem sauer. Bitte um Hilfe

Beitrag von Fruchtweinkeller » 27 Dezember 2017 02:56

willi2000 hat geschrieben:
26 Dezember 2017 20:24
Wenn der Ebbelwoi zuviel Säure hat, läßt man ihn noch längere Zeit (~ 3-6 Monate) spundvoll auf der Hefe stehen. Da baut sich die Säure ganz gut ab.

Schobbe,
Vielleicht. Vielleicht auch nicht. Vielleicht happy Milchsäurestich. :schlecht:
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willi2000
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Re: Apfelwein extrem sauer. Bitte um Hilfe

Beitrag von willi2000 » 27 Dezember 2017 12:29

Ich trinke gerade noch meinen 2015 Ebbelwoi mit ca. 1% Speierling. Der war 1,5 Jahre auf der Hefe, weil zu sauer. Ich hatte auch schon Speierling, der sein komplettes Leben (2 Jahre) auf der Hefe verbracht hat. Ich lasse meinen Ebbelwoi meist bis März/April auf der Hefe.
Ich mache meinen Ebbelwoi traditionell hessisch und die einzige Sensorik die ich nutze ist die Zunge.

Gruss
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Re: Apfelwein extrem sauer. Bitte um Hilfe

Beitrag von Fruchtweinkeller » 27 Dezember 2017 14:15

Nix für ungut, aber nur weil das bei dir "funktioniert" heißt das noch lange nicht dass das in anderen Händen auch zu einem (trinkbaren?) Ergebnis führt, denn viele Parameter bestimmen den Verlauf einer Milchsäuregärung. Auf der bereits verlinkten Seite steht auch einiges über Nutzen und Risiko einer Milchsäuregärung. Und bevor der Aktionismus bzw. die Untätigkeit ausbricht wäre eine saubere Diagnose des Problems sinnvoll, sprich eine Messung wie von Josef vorgeschlagen.
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Re: Apfelwein extrem sauer. Bitte um Hilfe

Beitrag von Igzorn » 27 Dezember 2017 18:00

Und den hessischen Ebbelwoi muss man mögen. Ich trinke gern mal nen Apfelwein, aber nach allen Tests, die ich in Hessen durchgeführt habe, kann ich nur sagen: meiner schmeckt mir besser. :mrgreen:
Ist das Trinkgefäß erst leer, macht es keine Freude mehr.

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Re: Apfelwein extrem sauer. Bitte um Hilfe

Beitrag von Sib0r » 27 Dezember 2017 21:54

Schoneimal vielen Danke für die ganzen antworten.
Habe mir jetzt ein acidometer bestellt, wenn es da ist sehen wir mal weiter :D

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Josef
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Re: Apfelwein extrem sauer. Bitte um Hilfe

Beitrag von Josef » 28 Dezember 2017 20:36

Geht doch. :mrgreen:

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Re: Apfelwein extrem sauer. Bitte um Hilfe

Beitrag von Sib0r » 13 Januar 2018 18:10

Ich konnte nun heute mal Messen, dabei kam herraus, dass um die 11mg Säure auf einem Liter sind. So wie ich gelesen habe ist zwischen 4-9mg normal also ist das wohl zu viel.
Gibt es da denn jetzt noch sinnvolle Möglichkeiten?
Nocheinmal anderen Saft hinzugeben, das würde doch wieder dazu führen das es wieder anfängt zu gären?

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Re: Apfelwein extrem sauer. Bitte um Hilfe

Beitrag von Chesten » 13 Januar 2018 19:09

11mg Säure auf einem Liter sind.
Das wäre extrem wenig und kannst du auch nicht mit solch einem Set so genau messen.
Lass mich raten du hast 11 ml Blaulage verbraucht bis die Lösung blau wurde.
Damit hast du ca. 11g/L Säure gemessen in Weinsäure in deiner Probe.
Hast du vorher die Kohlensäure ausgeschüttel/gerührt ?
Wenn nicht, kann das CO2 durch die Gärung gelöst im Wein das Ergebnis verfälschen was dir einen höheren Säureghalt vortäuscht.

Wenn das nicht der Fall war hilft nur verdünnen da man diese Säure nicht wie Weinsäure ausfällen kann.

Mit Wasser verdünnen senkt Säure- und Alkoholgehalt aber da du keinen Zucker hinzugibst wird es auch nicht weitergären aber der Geschmack leidet drunter.
Wenn du mit Saft verdünnst wirst du mehr Saft als Wasser ansetzen müssen da der Saft auch selbst Säure mitbringt.
Zwar wird es wohl weitergären weil ja im Saft auch Zucker ist aber späte Verdünnungen führen fast immer zur einer "zickenden" Gärung sprich die Gärung wird sich ewig hinziehen. Also hast du eine viel größerden Ansatz der wenig vor sich hingärt aber du hast keine Geschmackseinbußen.
"Die einzig stabile Währung ist Alkoholsche Gärung" (Das Känguru-Manifest)

Hier findest du einen Anleitung wie man seinen ersten eigenen Wein herstellt:

http://www.forum.fruchtweinkeller.de/viewtopic.php?f=33&t=12175

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