Löwenzahnwein - schwefeln?

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Fruchtweinkeller
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Re: Löwenzahnwein - schwefeln?

Beitragvon Fruchtweinkeller » 04 Mai 2017 20:29

Zum Thema "Sauerstoff" lesenswert:

viewtopic.php?f=85&t=1742
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DandelionWine
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Re: Löwenzahnwein - schwefeln?

Beitragvon DandelionWine » 08 Mai 2017 13:47

So, nach ca. 2 Wochen gluckst mein Wein nicht mehr jede Sekunde zweimal, sondern nur noch einmal alle drei Sekunden....kann man jetzt auch schon Zucker nachfüllen oder sollte die Gärung ganz zum Erliegen kommen? Habe 1 kg Zucker auf 10 Liter gegeben. :hmm:

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Re: Löwenzahnwein - schwefeln?

Beitragvon Igzorn » 08 Mai 2017 17:01

Puh, hört sich viel an. Wieviel insgesamt? Lass es jetzt ruhig angehen und probiere einmal die Woche, ob es nach Zucker / süss schmeckt. Wenn sich Deine Zähnägel hochbiegen und Du Dich schüttelt, dann ist der Ansatz bereit für ein wenig mehr Zucker.
Reglemässig schwenken!
Ist das Trinkgefäß erst leer, macht es keine Freude mehr.

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Chesten
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Re: Löwenzahnwein - schwefeln?

Beitragvon Chesten » 08 Mai 2017 19:05

DandelionWine hat geschrieben:So, nach ca. 2 Wochen gluckst mein Wein nicht mehr jede Sekunde zweimal, sondern nur noch einmal alle drei Sekunden....kann man jetzt auch schon Zucker nachfüllen oder sollte die Gärung ganz zum Erliegen kommen? Habe 1 kg Zucker auf 10 Liter gegeben. :hmm:


Hast du 1 kg Zucker extra oder insgesamt in den Ansatz geben ?
Wenn du nur 1 kg Zucker insgesamt im Ansatz hast reicht dieser Zucker grade mal für ca. 5 vol% !

Außerdem ist alle 3 sec. ein Blubb eine verdammt starke Gärung!
Ich würde sagen das sich ein Wein grade in der stürmischen Gärung befindet.
Freue dich das es so super gärt ;) !
Aber das ist erst der Anfang wenn du die Nachzuckermethode durchführst wird das noch "ewig" dauern bis die Gärung zum erliegen kommt.
"Die einzig stabile Währung ist Alkoholsche Gärung" (Das Känguru-Manifest)

Hier findest du einen Anleitung wie man seinen ersten eigenen Wein herstellt:

http://www.forum.fruchtweinkeller.de/viewtopic.php?f=33&t=12175

DandelionWine
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Re: Löwenzahnwein - schwefeln?

Beitragvon DandelionWine » 09 Mai 2017 00:22

Chesten hat geschrieben:
DandelionWine hat geschrieben:So, nach ca. 2 Wochen gluckst mein Wein nicht mehr jede Sekunde zweimal, sondern nur noch einmal alle drei Sekunden....kann man jetzt auch schon Zucker nachfüllen oder sollte die Gärung ganz zum Erliegen kommen? Habe 1 kg Zucker auf 10 Liter gegeben. :hmm:


Hast du 1 kg Zucker extra oder insgesamt in den Ansatz geben ?
Wenn du nur 1 kg Zucker insgesamt im Ansatz hast reicht dieser Zucker grade mal für ca. 5 vol% !

Außerdem ist alle 3 sec. ein Blubb eine verdammt starke Gärung!
Ich würde sagen das sich ein Wein grade in der stürmischen Gärung befindet.
Freue dich das es so super gärt ;) !
Aber das ist erst der Anfang wenn du die Nachzuckermethode durchführst wird das noch "ewig" dauern bis die Gärung zum erliegen kommt.


Ich habe insgesamt 1 kg Zucker in den Ansatz gegeben....und den Saft von 2 Orangen und 6 Zitronen. Also ist es etwas mehr als 1 kg, was im Wein gelöst ist.

Ich habe gerade den Gärspung herausgezogen und eine kleine Menge Wein entnommen - der Wein ist im Moment so, wie ich ihn trinken würde - also nicht unglaublich sauer, sondern angenehm trocken...oder vllt. eher halbtrocken. Das bedeutet, dass wohl noch Zucker vorhanden ist und ich erst noch abwarten sollte, bevor ich Zucker nachgebe, stimmts? :)

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Re: Löwenzahnwein - schwefeln?

Beitragvon Igzorn » 09 Mai 2017 06:26

Ja, abwarten. Und kauf Dir ein Präzisions-Vinometer. Wenn das da ist, dann kannst weiter zuckern. Hast Du auf der HP das Thema Nachzuckermethode gelesen?
Ist das Trinkgefäß erst leer, macht es keine Freude mehr.

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Re: Löwenzahnwein - schwefeln?

Beitragvon Chesten » 09 Mai 2017 13:54

DandelionWine hat geschrieben:Ich habe insgesamt 1 kg Zucker in den Ansatz gegeben....und den Saft von 2 Orangen und 6 Zitronen. Also ist es etwas mehr als 1 kg, was im Wein gelöst ist.

Ich habe gerade den Gärspung herausgezogen und eine kleine Menge Wein entnommen - der Wein ist im Moment so, wie ich ihn trinken würde - also nicht unglaublich sauer, sondern angenehm trocken...oder vllt. eher halbtrocken. Das bedeutet, dass wohl noch Zucker vorhanden ist und ich erst noch abwarten sollte, bevor ich Zucker nachgebe, stimmts? :)


Alles richtig verstanden !
Ich würde den Ratschlag von Igzorn befolgen und mir ein Präzisions-Vinometer besorgen das schlägt mit ca. 15 € zu buche von den billigen Teilen rate ich dir ab.
Die Nachzuckermethode ist auf der Homepage gut beschrieben lies erstmal da dein weiteres Vorgehen und wenn dann noch Fragen offen sind melde dich !
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Re: Löwenzahnwein - schwefeln?

Beitragvon DandelionWine » 09 Mai 2017 22:52

Ich habe ein Vinometer von Arauner. Das Blubbern hat sich inzwischen auf eine Blase in 15 Sekunden verlangsamt, obwohl der Wein noch relativ halbtrocken schmeckt. Mal schauen, wenn es in den nächsten Tagen komplett aufhört, fülle ich Zucker nach.

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Re: Löwenzahnwein - schwefeln?

Beitragvon Chesten » 10 Mai 2017 19:22

Alle 15 sec. ein Blubb ist eine ordentlich Gärung.
Du wirst es schon merken wenn der Zucker verbraucht das geht meist die Gärung schlagartig langsamer.
Wenn sich beim probieren sich dir die Fußnägel aufrollen ist ein guter Zeitpunkt für neuen Zucker ;) .
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Re: Löwenzahnwein - schwefeln?

Beitragvon DandelionWine » 25 Mai 2017 09:18

Hallo Leute,

es sind nun ca. 4 Wochen seit Ansetzen vergangen, es sind ca. 1,8 kg Zucker vergoren (1 kg beim Start, 800 g nachgezuckert...meine Berechnungen sagen für 16% aber ca. 3 kg Zucker voraus). Die Gärung steht seit ein paar Tagen wieder still - ich wollte nachzuckern. Habe Wein entnommen, mit dem Arauner-Messgerät einen Alkoholgehalt von 15% bekommen, von dem aber 2% wegen Messungenauigkeit abzuziehen sind (habe vorher mit destilliertem Wasser gemessen), also ca. 12-13% Alkohol....der Wein schmeckt sehr alkoholisch und hat irgendwie wenig Säure. Wie kann das sein? Normalerweise müsste er doch wieder ziemlich sauer sein. Der Alkoholgeschmackt ist mir persönlich im Moment zu stark, Säure und Fruchtigkeit sind zu wenig. Was tu ich jetzt? Nachzuckern und weitergären? ?-| Danke und LG!

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Re: Löwenzahnwein - schwefeln?

Beitragvon Chesten » 25 Mai 2017 12:32

Also 1,8 Kg Zucker reichen für ca. 8-9 vol%.
Ich denke das die Vinometermessung Blödsinn ist sobald Zucker oder Trübstoffe noch im Ansatz sind messen die Dinger nur noch Mist, da machst du gar nix mehr ;) .

DandelionWine hat geschrieben: also ca. 12-13% Alkohol....der Wein schmeckt sehr alkoholisch und hat irgendwie wenig Säure. Wie kann das sein? Normalerweise müsste er doch wieder ziemlich sauer sein. Der Alkoholgeschmackt ist mir persönlich im Moment zu stark, Säure und Fruchtigkeit sind zu wenig. Was tu ich jetzt? Nachzuckern und weitergären? ?-| Danke und LG!


Da du keinen Filter hast mit dem du die Hefe sicher abtrennen könntest bleib dir nix anders großartig über.
[url]Aber jetzt mal keine Panik[/url] !
Wein der sich in der Gärung befindet schmeckt sehr selten gut und nie nach dem fertigen Produkt !
Stichwort ist hier das Harmoniedreieck aus : Zucker, Säure und Alkohol.
Nur wenn es nicht stimmt schmeckt der Wein doof aber noch sind keine der drei Werte fest also kann sich noch alles ändern geschmacklich.
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Re: Löwenzahnwein - schwefeln?

Beitragvon DandelionWine » 25 Mai 2017 19:32

Ich habe vor ca. 4 Stunden nachgezuckert - und es stellt sich bei mir langsam Panik ein, da der Wein nicht mehr weitergärt! Wie kann das sein, was läuft falsch und wie kann ich das noch retten? :( Neue Hefe hinzugeben?


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