Mein erster Wein - Maracuja nach Chestens Weintagebuch

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Mein erster Wein - Maracuja nach Chestens Weintagebuch

Beitrag von Gusa » 13 November 2017 10:04

Hallo zusammen,

Samstag habe ich meine ersten beiden Weine angesetzt. Einen Apfelwein aus Konzentrat und einen Maracujawein nach Chestens Weintagebuch.
Hier soll eine kleine Doku entstehen. Als Übersicht für mich und als Hilfe, falls die ein oder andere Frage auftaucht.

Maracujawein nach Chesten:

Ansatz: am Samstag 11.11.2017
Lagerort: auf Fensterbrett im Keller, darunter ein Heizkörper - Temperatur tagsüber 20-21 grad, Nachts 18-19 Grad.

Rezept:
10l Gärballon/Glas
5l Maracujasaft Jacoby mit 25% Fruchtanteil - Fruchtsäure beträgt aktueller nach Messung zwischen 7,5-8g/l
650g Haushaltszucker (wurde vor dem Einfüllen in den Ballon mit Saft verrührt und aufgelöst)
12,5g Antigeliermittel
2,5g Hefenährsalz
gut gehäufter Teelöffel Trockenzuchthefe (wurde vor Einfüllen in den Ballon mit handwarmem Wasser ca. 1 Std. in Honigglas vorgezogen)

Tagebuch:

Samstag, 11.11.2017
Ansatz am Nachmittag - am Abend bilden sich schon helle Flecke auf der Oberfläche und die Gährung hat schon begonnen. Gährspund blubbert ab und an. Ich schüttle mal durch.

Sonntag, 12.11.2017
Die Oberfläche hat sich geklärt, es ist nur leichte Blasenbildung sichtbar. Gährspund blubbert ab und an.

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Chesten
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Re: Mein erster Wein - Maracuja nach Chestens Weintagebuch

Beitrag von Chesten » 13 November 2017 20:50

Erstmal das ehrt mich schon sehr aber das Rezept ist nicht von mir sondern von der Homepage.
Ich habe es einfach nur mal "nachgekocht" um mit Bildern zu zeigen wie es beispielhaft funktioniert.

Was du jetzt schon merkst das der Saft sehr gut klärt mit Antigel, täglich einmal schütteln und du hast keine Probleme.
Das ist besonders für Anfänger ohne Filter gut da man so einen schön klaren Wein bekommt und wenn man die Nachzuckermethode bis zum bitteren Ende durchzieht ist der Wein auch lagerungsstabil.

Welche Heferasse hast du verwendet ?

Eigentlich sollte der Wein sich jetzt in der stürmischen Gärung befinden und beim schütteln das Wasser aus dem Gärröhrchen schießen !
21°C ist OK ein, zwei Grad mehr sind bei Südhefen aber besser!

Halte uns auf dem Laufenden und gutes Gelingen bei deinen beiden Weinlingen !
"Die einzig stabile Währung ist Alkoholsche Gärung" (Das Känguru-Manifest)

Hier findest du einen Anleitung wie man seinen ersten eigenen Wein herstellt:

http://www.forum.fruchtweinkeller.de/viewtopic.php?f=33&t=12175

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Re: Mein erster Wein - Maracuja nach Chestens Weintagebuch

Beitrag von Gusa » 13 November 2017 21:47

War gerade noch mal an den Ansätzen.
Die Gärung zeigt große Blasen. Als Gärspund habe ich die größere Becherform. Nicht die kleine S-förmige Version.
Aktuell alle 15 Sekunden ein Blub. Vom richtig wilden Geblubber also noch ein Stück entfernt, Oder ist das Ok mit den großen Gärspunden?

Für den Maracuja hab ich Hefe aus der Raiffeisen verwendet, Typ Reinzuchthefe Bouquet. Hersteller Oestreich GmbH. War regional am einfachsten zu beschaffen.
Für den Apfelwein kam Flüssighefe von Kitzinger zur Verwndung. Ein Fläschchen „Portwein“. Hatte ich mit den anderen Zutaten bestellt.

Temperatur hochfahren könnte ich im Heizungskeller. Auf der Heizung hat es allerdings 27 Grad. Auf Bodenniveau 24 Grad.
Ist das nicht eventuell zu hoch?

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Re: Mein erster Wein - Maracuja nach Chestens Weintagebuch

Beitrag von Chesten » 13 November 2017 22:39

Alle 15 sek. ein Blubb bei einer Gärglocke ist schon recht ordentlich !
Also alles im grünen Bereich.
27°C könnten zu viel sein und nur heizen wegen dem Wein muss auch nicht sein !
Alles über 20°C ist ok ob dein Wein z.B. 10 vol% in 7 oder 10 Tagen schafft ist egal und es scheint ja auch so zu sein das dein Wein gut angegärt ist.

Bei Flüssighefe musst du ein paar Tage vorher einen Gärstarter ansetzen weil in diesen kleinen Fläschen viel zu wenig Hefe enthalten ist.
Da steht zwar drauf " Für 50 Liter " das ist aber völliger Blödsinn und ist fern jeder Realität !

Aber bei diesen Wein hast du ja Trockenreinzuchthefe verwendet und es hat ja auch geklapp bisher !
Nur blöd das es zu dieser Heferasse kein Datenblatt gibt , oder ich das jetzt nicht auf die schnelle gefunden habe.
Es wäre schon gut zu wissen wie hoch die Alkoholtoleranzgrenze deiner Hefe ist das erleichtert die Nachzuckermethode ungemein !
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Re: Mein erster Wein - Maracuja nach Chestens Weintagebuch

Beitrag von Gusa » 13 November 2017 22:58

OESTREICH Reinzuchthefe Bouquet
Ideale Hefe für den Hausweinbereich.
Vergärt hohe Mostgewichte, dadurch sind Alkoholwerte über 14% Vol. möglich. Gute Kaltgäreigenschaften. Einsatzbereiche: Äpfel und Birnen, Beeren, Steinobst, Trauben und sonstige Rohstoffe.

Mehr habe ich nicht gefunden....

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Re: Mein erster Wein - Maracuja nach Chestens Weintagebuch

Beitrag von Chesten » 14 November 2017 11:55

Gusa hat geschrieben:Vergärt hohe Mostgewichte, dadurch sind Alkoholwerte über 14% Vol. möglich.
Also gehen wir mal von bis zu 16 vol% aus das, diese Heferasse soviel schafft Alkohol zu produzieren.
Es ist also eine Heferasse mit hoher Alkoholtoleranz was für dich als Anfänger gut ist da diese in der Regel nicht "zicken"!

Dann würde ich dir von der Homepage das Kapitel "Zucker" und die Nachzuckermethode ans Herz legen das du dich da mal einliest.
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Re: Mein erster Wein - Maracuja nach Chestens Weintagebuch

Beitrag von Gusa » 18 November 2017 12:19

Hab heute, nach 7 Tagen mal die erste Kontrolle gezogen.

Geruch: neutral, etwas fruchtig.
Geschmack: säuerlich, keine Süße - keine Auffälligkeiten
Alkohol: nach Präzisionsvinomether 8,5%

Habe auf die 5 Liter Saft jetzt mal 100g Haushaltszucker zugegeben.
Ist das normal, dass beim einrieseln des Zuckers der Ansatz heftig kleinblasigen weißen Schaum produziert?
Zuletzt geändert von Gusa am 18 November 2017 13:08, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Mein erster Wein - Maracuja nach Chestens Weintagebuch

Beitrag von Chesten » 18 November 2017 13:06

Gusa hat geschrieben:Ist das normal, dass beim einrieseln des Zuckers der Ansatz heftig kleingläubigen weißen Schaum produziert?
Wenn es schäumt beim einfüllen des Zuckers liegt in der Regel ein Trübstoffproblem vor.
Da der Wein mit CO2 übersätigt ist und dann tritt das CO2 aus.
Eigentlich ist das beim Maracujawein kein Problem schau mal ob da das mit regelmäßigen schütteln in den Griff bekommst 2 Mal am Tag müsste eigentlich reichen.
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Re: Mein erster Wein - Maracuja nach Chestens Weintagebuch

Beitrag von Gusa » 18 November 2017 13:12

Die Ansätze werden 2 mal am Tag bewegt. Ich schüttel allerdings nicht. Habe da Bedenken, dass etwas vom Ansatz in den Gärbecher gelangt.
Die Behälter werden mit kreisenden Bewegungen auf dem Fensterbrett auf Touren gebracht. :D
Ca. 20 Umdrehungen, dann kreiselt er noch schön nach.

Ist das zu wenig Bewegung?

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Re: Mein erster Wein - Maracuja nach Chestens Weintagebuch

Beitrag von Chesten » 18 November 2017 13:55

Ob es zu heftig schäum beim Zucker einfüllen kann ich aus der Entfernung nicht beurteilen das kannst du nur vor Ort selbst machen.
Das es schäum bei der Zuckergabe ist völlig normal aber es darf nicht so heftig sein das was aus dem Ballon geschossen kommt !
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Re: Mein erster Wein - Maracuja nach Chestens Weintagebuch

Beitrag von Gusa » 18 November 2017 14:00

Der Teppich mit dem feinblasigen weißen Schaum hatte eine Dicke von ca. 3cm.
Ein Effekt wie wenn man Brauseplver in Wenig Wasser schüttet.

Ist jetzt aber wieder alles normal. Wann sollte ich wieder Alkoholgehalt und Süße testen?
Reicht das wieder in 7 Tagen oder werden die Abstände mit Fortschritt der Gärung kürzer?

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Re: Mein erster Wein - Maracuja nach Chestens Weintagebuch

Beitrag von Chesten » 18 November 2017 15:25

Jede Woche einmal reicht völlig eine Probe zu ziehen.
Wichtig ist die Verkostung ob noch Zucker noch im Ansatz ist.
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