Cidre im Druckfass

jogi
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Re: Cidre im Druckfass

Beitrag von jogi » 14 September 2017 22:00

Ja das sind auch meine Bedenken. Ein Filter hab ich momentan noch nicht. Ich wollte es erst einmal ohne filtern ausprobieren. Wenns schief geht kann ich immer noch Filtern :roll:
Nehmen wir mal an ich hätte einen Filter. Könnte ich mir dann die ganzen Zusätze sparen und nach dem Hefeabsetzen direkt filtern oder muss man da vorher auch noch klären?

Bahnwein
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Re: Cidre im Druckfass

Beitrag von Bahnwein » 14 September 2017 23:04

Besser erst klären, das spart Filterschichten.
Ich habe meine Ansätze fürs Druckfass nicht gefiltert. Es gast beim zapfen natürlich aus und man bekommt das Glas wegen des Schaumes natürlich nicht mit ein mal voll. Das finde ich allerdings nicht schlimm, ist bei Bier schließlich auch so.
Welche ganzen Zusätze willst du denn sparen?

jogi
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Re: Cidre im Druckfass

Beitrag von jogi » 14 September 2017 23:19

Keine Ahnung was man so alle verwenden kann kann zum klären. Gelatine oder so Zeug eben. Damit kenne ich mich aber nicht aus. Deswegen ja auch die Nachfrage ob das nötig ist oder ich auch so nach ein zwei Monaten einen halbwegs klaren Cidre hab den ich ins Druckfass abfüllen kann. Am liebsten wäre es mir, ohne Zusätze zu arbeiten. Außer der Reinzuchthefe natürlich.
Ist eben nur die Frage ob es dann klar genug wird zum abzapfen ausm Druckfass.
Wie sind da deine Erfahrungswerte?

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Re: Cidre im Druckfass

Beitrag von Igzorn » 15 September 2017 06:31

Zusätze brauchst Du nur Schwefel und Reinzuchthefe.
Mit Gelatine klären und so weiter das machen die Profis, die haben aber auch andere Ansprüche an das Endprodukt.

Wenn Dein Weinling gut klärt, dann wirst Du nicht filtern müssen.

Mir fällt mit dem Schwefel gerade ein, dass Du den vermutlich auch nicht brauchst, weil das CO2 im Getränk eindringen von O2 verhindert.

Also einfach nur klären lassen (mehrere Monate) ins Fass und gut.

Willst Du zwischenzeitlich doch an Dein Gsöff, dann ist Schwefel wieder Dein Freund. Verhindert halt, dass der Geschmack verfliegt.
Ist das Trinkgefäß erst leer, macht es keine Freude mehr.

Bahnwein
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Re: Cidre im Druckfass

Beitrag von Bahnwein » 15 September 2017 07:04

Ich habe keine Mittel zur Schönung eingesetzt, ist für mich auch nicht nötig. Und wenn er noch nicht vollkommen klar ist beim Einzug ins Druckfass war das bei mir auch kein Problem. Der Rest klärt dann halt dort.
Zum zapfen nehme ich keine 0,1 Liter Gläser sondern lieber ein großes und mache dieses nicht randvoll. Das ist für mich vollkommen OK.
Geschwefelt habe ich für das Druckfass bisher nicht. Halte ich für nicht nötig.
Das Verhalten bei der Klärung ist auch stark abhängig von der Temperatur (und auch den Apfelsorten, glaube ich).

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Re: Cidre im Druckfass

Beitrag von NeoArmageddon » 15 September 2017 12:30

Kleine Überlegung: Müssten Trübstoffe nicht bei großem Druck nicht schneller absinken?

Mein Gedankengang: Trübstoffe schwimmen, sind also leichter als Wein(aka das Wasser in dem sie schwimmen). Das Wasser verdichtet sich bei großem Druck nur sehr wenig, bzw bei es kann sogar das Gegenteil passieren. Die Trübstoffe sind zum Teil Feststoffe, die sich leicht bei Druck komprimieren lassen, wodurch ihre Dichte schneller zunimmt als die vom Wasser. Und wer in der Schule aufgepasst hat weiß, das Stoffe dichter als Wasser absinken.

Könnte natürlich einfach ein verschwindend geringer Effekt sein, aber interessant wäre es alle mal. :hmm:

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Re: Cidre im Druckfass

Beitrag von jogi » 15 September 2017 12:34

Könnte passieren. Wasser ist jedenfalls kann man als inkompressiebelI annehmen. Da wird sich das unter Druck vlt tatsächlich schneller klären. Die Frage ist nur, wenn ich im Druckfass kläre dann hab ich den Bodensatz bis zum Schlüssel im Fass. Normalerweise würde man ja von dem Bodensatz nochmal abziehen....

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Re: Cidre im Druckfass

Beitrag von Fruchtweinkeller » 15 September 2017 17:13

Ob Schönungsmittel nötig sind oder nicht hängt vom Handwerk und vom Rohstoff ab. Ich würde nicht pauschalisieren wollen dass man niemalsnicht keine braucht ;) Wobei in meinen Händen Apfelweine tendenziell umso besser von selbst geklärt haben je "älter und robuster" die Apfelsorte war.

Hoher Druck kann auch manche Reaktionen beschleunigen und damit eventuell den Ausfall.
90% of everything is crap... Except crap. 100% of crap is crap.
(Too much coffee man)

Sorry, aber ich antworte nicht auf PMs, die inhaltlich ins Forum gehören!

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Re: Cidre im Druckfass

Beitrag von jogi » 15 September 2017 19:39

Mit den alten Apfel Sorten bin ich gut aufgestellt. :D aber dieses Jahr ist die Auswahl bescheiden. Da muss ich alle Äpfel nehmen die mir in die Quere kommen.

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