Cidre mit Restzuckergehalt

Igzorn
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Re: Cidre mit Restzuckergehalt

Beitrag von Igzorn » 14 November 2017 14:16

Mein Dealer sagt ganz klar nein. Man kann eine Simi White versuchen, aber im Prinzip geht es mit Wein Hefe niemals sicher. Sorry.
Kochen, Kälte, Überschwefeln, CO2

Mehr geht wohl nicht.
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Re: Cidre mit Restzuckergehalt

Beitrag von 420 » 14 November 2017 21:57

Danke für die Info.

Dann bleibt wohl nur Birkenzucker oder ähnliches übrig, wenn der Cidre nicht trocken werden soll. Schaaaade

Außer ... Druckfass.

Thema soweit erst einmal abgeschlossen, bis ich die o.g. Bulldog Cider Yeast Hefe mal teste und in Bügelflaschen mit Flaschenmanometer abfülle.

Bis dahin
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Re: Cidre mit Restzuckergehalt

Beitrag von jogi » 14 November 2017 22:25

Was spricht den dagegen den Cidre abzukochen und in Flaschen zu füllen?

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Re: Cidre mit Restzuckergehalt

Beitrag von Fruchtweinkeller » 14 November 2017 22:30

Der Kochgeschmack, die notwendige Abtrennung der Hefe und die nachträglich notwendige Carbonisierung.

Eine Alkoholtoleranz von 5 oder 6 Umdrehungen ist der Bereich den auch Wildhefen erreichen können. Die niedrigste angegebene Alkoholtoleranz, an die ich mich bei einer Weinhefe erinnern kann, war so im Bereich 8%. Eventuell könnte man hier eine Bierhefe "missbrauchen"?
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Re: Cidre mit Restzuckergehalt

Beitrag von jogi » 14 November 2017 22:59

Ja gut die Kohlensäure. Erreicht man in einer Sektflasche mit 50Oe genug Druck um die Gärung zu stoppen und noch Restzucker zu haben? Falls ja wäre doch das eine Option. Muss man halt entsprechend früh in die Flasche abfüllen.

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Re: Cidre mit Restzuckergehalt

Beitrag von Igzorn » 15 November 2017 08:17

Ja gute Frage... Was sprach denn dagegen? Apfelsekt mit 6%.
Flaschen und Manometer hast Du ja noch.
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Re: Cidre mit Restzuckergehalt

Beitrag von 420 » 15 November 2017 19:43

Apfelsekt: Machart nach der klassischen Methode, wird ja schon produziert. Da liegt der Grundwein in den letzten Zügen der Gärung.

Apfelcidre deshalb, weil der Alkoholgehalt nicht so hoch ist.

Heute habe ich die Cider-Hefe bekommen. Wenn dann der Grundwein für den Apfelsekt in der Flasche ist, wird der Cidre gestartet. Also noch etwas Zeit. Die Idee mit der Bierhefe - da habe ich auch die Info zu der Cider-Hefe her. Warten wir es ab und wenn jemand eine gute Hefe für den Cider findet - gerne - immer her damit.

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Re: Cidre mit Restzuckergehalt

Beitrag von Fruchtweinkeller » 15 November 2017 20:03

jogi hat geschrieben:
14 November 2017 22:59
Ja gut die Kohlensäure. Erreicht man in einer Sektflasche mit 50Oe genug Druck um die Gärung zu stoppen und noch Restzucker zu haben? Falls ja wäre doch das eine Option. Muss man halt entsprechend früh in die Flasche abfüllen.

Faustregel laut Kitzinger: 4 g/L Zucker erzeugen 1 bar Druck.

Wenn man nicht degorgierert und eventuell noch einen trüben Wein unter Druckaufbau vergären lässt könnte das Öffnen des Behältnisses zu einer interessanten Erfahrung werden :)
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Re: Cidre mit Restzuckergehalt

Beitrag von Münsterländer » 15 November 2017 20:30

Eine Alternative wäre noch die französische Cidre-Herstellung. Soweit ich es verstehe, bringt man die Hefe durch entsprechende Vorbehandlung des Mostes dazu früher die Arbeit einzustellen, indem man der Hefe die Nährstoffe entzieht. Vor dem Abpressen werden bereits die eingemaischten Äpfel für einige Stunden (6-8) stehengelassen, um den Pektingehalt zu senken. Nach dem Abpressen wird der Most ein bis zwei Wochen kühl stehen gelassen zur Vorklärung und anschliessend in der Mitte über dem Absatz und unter den Ablagerungen an der Decke des Mostes abgezogen.


Die Gärung findet bei sehr niedrigen Temperaturen statt. Ggf wird der Wein schon vor Ende der Gärung (mehrmals) abgezogen.

Das erfordert natürlich etwas mehr Aufwand und das ganze ist sicherlich auch anfälliger für Weinfehler.

Das sind Informarionen, die ich alle von der Seite www.mordusdelapomme.fr habe. Dort gibt es verschiedene Anleitungen, die sich gegenseitig ergänzen. Alle Angaben ohne Gewähr auf die Richtigkeit der Übersetzung und der Anleitung selbst. :pfeif:

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Re: Cidre mit Restzuckergehalt

Beitrag von 420 » 15 November 2017 21:16

Danke erst einmal.

Fragen dann dazu:

Eingemaischte Äpfel stehen lassen und dann abpressen macht z.B. auch die Mosterei Reinbeck in Hamburg, die hier auch schon häufiger verlinkt wurde. Für die Gärung ist das aber, so meine ich, recht unerheblich. Die Mosterei macht es aus arbeitstechnischen Gründen und weil die Ausbeute, so glaube ich, 2 % höher liegen könnte.

Saft 2-3 Wochen kühl stehen lassen ist für micht sehr fraglich, da sich dann alles möglich bilden kann. Keime und wilde Hefen könnten den Saft besiedeln.

Wenn die Gärung bei niedrigen Temperaturen stattfindet, dauert sie erheblich länger und kann zu Gärstockungen führen. Nur, wenn es dann wieder wärmer wird, legt die Hefe wieder los.

Auch mit dem mehrmaligem Abziehen kann ich die Hefe stressen. D.h. natürlich nicht, dass sie nicht wieder loslegen kann.

Der gute Tipp mit der französischen Seite..... leider habe ich nie Französich gelernt. Bin halt altsprachlich und habe davon fast alles vergessen. :pfeif: Dennoch Danke dafür.

VG ggf. doch eine Bierhefe? :pfeif: :pfeif:
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Re: Cidre mit Restzuckergehalt

Beitrag von jogi » 16 November 2017 13:11

Installier doch in deinem Browser ein Add on zur Übersetzung von Webseiten. Ist meist gut lesbar.

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Re: Cidre mit Restzuckergehalt

Beitrag von 420 » 16 November 2017 16:36

Ja, ich weiß, google hilft da auch. Danke
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